Was spricht fürs Babytragetuch und was für den Tragekorb?
Selbst die kleinsten Würmchen können auf Dauer ganz schön schwer in den Armen liegen. Beim Einkaufen oder unterwegs haben auch Mama und Papa gern mal die Hände frei. Babytragetücher und Tragekörbe bieten da Erleichterung. Das Kind bleibt jederzeit dicht an der elterlichen Brust, doch nicht jedes Modell entspricht der empfindlichen Physiognomie des Babykörpers. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile.
Mit ein bisschen Übung wird das Tragetuch fürs Baby unverzichtbar
Die großen Vorteile von so einem Babytragetuch liegen nicht unbedingt auf der Hand, bedarf es doch einiger Übung, die vielen Schlingen kindgerecht um den eigenen Leib und den des Babys zu wickeln. Das Kind liegt dabei fest am Körper an. Das sieht auf den ersten Blick ungewöhnlich aus, lassen doch konventionelle Tragekörbe vor der Brust wesentlich mehr Spielraum. Jedoch halten die Lütten so optimal die richtige Haltung. Also bindet man das Tuch besser nicht zu locker. Außerdem sorgt dieser körperbewusste Sitz für Ruhe und Entspannung beim Nachwuchs. Zudem sind bei dieser Variante vor allem die flexiblen Einsatzmöglichkeiten hervorzuheben. Verschiedene Wickeltechniken erlauben ein altersgerechtes Tragen, dessen Technik dem individuellen Entwicklungsmonat des Babys angemessen ist. Zugegeben, besonders fix geht das zunächst nicht, mag sogar unpraktisch erscheinen und Zeit kosten. Wickelkurse oder Übungen mit der Hebamme helfen dennoch über die ersten Schwierigkeiten hinweg, danach funktioniert das Anlegen wie von selbst.
Vor- und Nachteile beim Tragen des Kindes
Mit vorgeformten Tragekörbchen zum Umschnallen hat man es als Eltern leicht und kann einfach in die Schultergurte schlüpfen. Auch das Kind gleitet wie von selbst in diese Vorrichtung und findet in der Regel reichlich Platz zum Reinwachsen vor. Klar, dass das Geschrei dabei erst einmal nicht groß ist. Genau da liegen aber auch die Schwierigkeiten, denn nicht alle entsprechen der jeweiligen Körperform. Gerade im Dauereinsatz oder bei einer empfindlichen Hüftstellung des Babys kann so ein Spreizsitz zu körperlichen Problemen an den weichen Babyknochen führen. Die Entwicklung mag schleichend kommen, sodass man mögliche Fehlstellungen oder ein heranwachsender Schaden an der Hüfte nicht auf dem ersten Blick an den Reaktionen des Kindes ablesen kann. Einige Orthopäden raten von speziellen Kindersitzen sogar ganz ab, während andere trotz alledem völlig o.k. und unbedenklich sein können.
Einige Hersteller bieten auch sehr empfehlenswerte Kompromisslösungen in Kombination aus Tragetuch sowie Tragekomfort gleichermaßen an. Wichtig ist, dass die Tragehilfe ergonomisch sitzt, keine Schadstoffe enthält und vielfältig wie lang benutzbar bleibt.

